Der Traum vom eigenen Pool: Urlaub im Garten erleben
Sommerliche Hitze, glitzerndes Wasser und das Gefühl von Urlaub direkt vor der Haustür – der eigene Pool weckt Sehnsüchte. Immer mehr (künftige) Eigenheimbesitzer möchten ein Freibad im Garten anlegen. Besonders Familien mit Kindern, die den Sommer zu Hause verbringen, und Zuzügler oder Rückkehrer mit Fokus auf Freizeit und Komfort wünschen sich ein Rückzugsort im Grünen. Ein gut geplanter Pool kann die Lebensqualität deutlich erhöhen und den Immobilienwert steigern. Damit der Pool im Garten planen nicht zur Stressquelle wird, lohnt es sich, bereits bei der Haus‑ oder Grundstücksplanung über die passende Lage, die Technik und rechtliche Rahmenbedingungen nachzudenken. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ihren Pooltraum verwirklichen.
Welche Poolvarianten gibt es?
Bei der Wahl des passenden Pools spielen Budget, Nutzung und Gestaltung eine Rolle. Grundsätzlich können drei Varianten unterschieden werden:
Einbaupool – klassisch und individuell
Einbaupools werden fest in den Boden eingelassen. Sie bieten große Gestaltungsfreiheit bei Form, Tiefe und Größe. Rechteckige Becken eignen sich für sportliches Schwimmen, während freie Formen harmonisch in den Garten eingebettet werden können. Der große Vorteil: Ein fest installierter Pool ist langlebig, lässt sich mit einer Abdeckung kombinieren und erhöht den Immobilienwert. Erfordert jedoch einen Aushub, ein Fundament und hochwertige Filtertechnik.
Aufstellpool oder Stahlwandbecken – schnelle Zwischenlösung
Aufstellpools aus Stahlwand oder Holz sind preisgünstiger und innerhalb weniger Tage aufgebaut. Da sie freistehend bleiben, ist kein Aushub erforderlich. Mobile Aufstellpools können saisonal abgebaut und im Winter eingelagert werden. Bedenken Sie jedoch, dass die Aufbauten die Optik des Gartens beeinflussen. Laut Generali sind mobile Aufstellpools in der Regel genehmigungsfrei, in Kleingärten gelten aber teilweise strenge Regeln. Die Lebensdauer ist kürzer als bei Einbaupools, und der Reinigungsaufwand bleibt hoch.
Naturpool oder Schwimmteich – ökologisch & pflegeleicht
Naturpools setzen auf biologische Wasseraufbereitung statt auf Chlor. Ein Schwimmteich besteht aus einem Schwimmbereich und einer bepflanzten Regenerationszone, in der Mikroorganismen und Wasserpflanzen organische Materialien abbauen. Das Wasser bleibt trüb, dafür entsteht ein artenreiches Biotop, das sich ideal in naturnah gestaltete Gärten einfügt. Beim Biopool ist der Reinigungsbereich räumlich getrennt; das Becken ähnelt optisch einem klassischen Pool, aber die Filtration erfolgt biologisch. Die Betriebskosten sind gering, dafür ist die Erstinvestition höher und der Platzbedarf größer. Wichtig: Der Regenerationsbereich sollte mindestens 50 % der Fläche einnehmen, und eine Abdeckung für Kindersicherheit ist schwieriger umzusetzen.
Standortwahl & Planung: Sonnenplatz mit Weitblick
Sonnige Lage und ausreichender Platz
Die Lage entscheidet über die Wassertemperatur und das Badevergnügen. Laut Poolexperten sollte der Pool möglichst nach Süden ausgerichtet sein und eine freie Fläche ohne dauerhafte Beschattung durch Gebäude oder Bäume haben. Ein sonniger Platz erwärmt das Wasser schneller und reduziert den Heizbedarf. Gleichzeitig sollte rund um den Pool genügend Raum für eine Terrasse, Liegestühle oder Spielbereich vorgesehen werden. Ein gut geplanter Poolplatz schafft Bewegungsfreiheit und ermöglicht später auch die Installation einer Pool‑Lounge oder eines Sonnensegels.
Abstand zu Haus, Nachbarn und Bepflanzung
In Brandenburg gelten für unterirdische Pools keine Abstandsflächen nach § 6 der Bauordnung, sofern keine oberirdischen Bauteile vorhanden sind. Für oberirdische Elemente oder Technikräume sind hingegen die allgemeinen Abstände einzuhalten. In vielen Bundesländern sind Schwimmbecken bis zu 50 m³ genehmigungsfrei, in Brandenburg sogar bis 100 m³, dennoch sollten Sie sich beim Bauamt über Abstände informieren und eine Baumeldung einreichen. Für die Nachbarn gilt: Achten Sie auf ausreichende Privatsphäre und stellen Sie Pumpen oder Wärmepumpen möglichst weit von der Grundstücksgrenze entfernt auf. Generali empfiehlt, sich an Lärmgrenzwerte (50 dB am Tag, 35 dB nachts) zu halten und Technik gegebenenfalls mit schalldämmenden Gehäusen zu versehen.
Technikschacht, Strom- & Wasseranschlüsse vorbereiten
Der Pool benötigt eine Filteranlage, Pumpe, möglicherweise eine Heizung und weitere Technik. Platzieren Sie die Technik in einem belüfteten Schacht oder Gartenhaus und planen Sie Wasser- und Stromanschlüsse in der Nähe des Pools. Der Standort sollte so gewählt werden, dass die Leitungen kurz sind, um Energieverluste zu vermeiden. Schon während der Hausplanung lässt sich der Technikraum optimal integrieren. Denken Sie auch an den Anschluss für Garten‑ und Poolbeleuchtung sowie an eine Outdoor‑Dusche.
Wegeführung & Sichtschutz einplanen
Durchdachte Wege und Beläge verhindern, dass Schmutz ins Becken getragen wird. Eine Pool‑Terrasse schafft Platz für Sonnenliegen und Pflanzen und erleichtert die Reinigung. Laut Mein schöner Garten ist die Umrandung wichtig, damit man nicht direkt aus der Wiese in den Pool steigt – sonst gelangt viel Schmutz ins Wasser und der Filter muss stärker arbeiten. Für die Terrasse eignen sich Natursteinplatten, Keramikfliesen, Beton oder WPC-Dielen. Wichtig sind Haltbarkeit, Rutschfestigkeit und ein angenehmes Gefühl beim Barfußlaufen. Holzbeläge benötigen eine Unterkonstruktion, damit Luft zirkulieren kann. In puncto Sichtschutz bieten Hecken, Zäune oder Sichtschutzwände einen natürlichen Rahmen. Achten Sie darauf, dass diese nicht zu viel Schatten werfen und zur Hausarchitektur passen.
Rechtliches & Genehmigungen
Ist ein Pool genehmigungspflichtig?
In Brandenburg sind Wasserbecken mit einem Beckeninhalt von bis zu 100 Kubikmetern als Nebenanlage zu einem Wohngebäude genehmigungsfrei. Typische Gartenpools liegen deutlich darunter. Trotz Genehmigungsfreiheit ist eine Baumeldung sowie eine Baufertigmeldung beim Bauamt erforderlich. In anderen Bundesländern liegt die Grenze meist bei 50 m³. Indoor‑Pools sowie überdachte Becken gelten als Gebäude und sind genehmigungspflichtig. Prüfen Sie den Bebauungsplan Ihrer Gemeinde und wenden Sie sich an die zuständige Behörde – das erspart späteren Ärger.
Abstandsflächen, Einfriedung & Sicherheit
Auch wenn Ihr Pool genehmigungsfrei ist, müssen Sie öffentliche Vorschriften wie das Abstandsflächenrecht, Naturschutzrecht oder kommunale Satzungen einhalten. In Brandenburg entfällt die Abstandsfläche bei unterirdischen Becken, bei oberirdischen Technikräumen gelten die üblichen drei Meter zur Grundstücksgrenze. Für die Sicherheit gilt die Verkehrssicherungspflicht: Sie müssen Gefahren für Dritte abwehren. Die Grundeigentümer-Versicherung weist darauf hin, dass der Pool kindersicher umzäunt oder mit einer tragfähigen Sicherheitsabdeckung versehen sein sollte. Rutschfeste Umrandungen, das Entfernen von Leitern außerhalb der Nutzung und das Wegräumen von Spielzeug tragen zur Sicherheit bei. Informieren Sie außerdem Ihre Haftpflichtversicherung über den Pool, um Schäden abzusichern. Wer einen großen Aufstellpool mietet, benötigt auch die Erlaubnis des Vermieters.
Technik & Ausstattung: Herzstück Ihres Pools
Filteranlage und Pumpe
Die Filteranlage ist das Herzstück Ihres Pools. Sie sorgt dafür, dass Verunreinigungen entfernt und das Wasser ständig zirkuliert. Private Pools arbeiten in der Regel mit Sand- oder Glasfiltern. Schmutzpartikel lagern sich beim Durchströmen des Filtermaterials ab und werden bei einer regelmäßigen Rückspülung wieder entfernt. Alternativ gibt es Kartuschenfilter mit austauschbaren Filterpatronen für kleinere Becken. Wichtig: Größe des Filters und Leistung der Pumpe müssen an das Poolvolumen angepasst werden. Die Pumpe sollte das gesamte Wasser innerhalb von 3–4 Stunden umwälzen und das 3–4 mal täglich; bei einem Pool mit 45.000 Litern bedeutet das eine Pumpenleistung von mindestens 11 m³/h.
Wie lange die Filteranlage laufen muss, hängt von der Wassertemperatur ab: Als Faustregel gilt laut Bayrol, dass die tägliche Filterzeit in Stunden mindestens der Hälfte der Wassertemperatur in °C entspricht. Bei 24 °C sollten Sie also rund 12 Stunden filtern, möglichst tagsüber. Wenn die Temperatur über 28 °C steigt oder der Pool stark genutzt wird, empfiehlt sich eine 24‑Stunden‑Filtration. Regelmäßiges Rückspülen verhindert, dass sich der Filter zusetzt.
Heizung: Solar, Wärmepumpe & Photovoltaik
Um die Badesaison zu verlängern, lässt sich der Pool beheizen. Eine Wärmepumpe ist die beliebteste Lösung. Sie entzieht der Umgebungsluft Wärme und gibt sie an das Poolwasser ab. In Verbindung mit einer Photovoltaik‑Anlage arbeitet sie besonders effizient. Moderne Inverter‑Wärmepumpen passen ihre Leistung stufenlos an und verbrauchen weniger Strom; sie arbeiten leise und schonen die Bauteile. Der COP‑Wert (Coefficient of Performance) sollte bei 5–7 liegen, was bedeutet, dass aus 1 kWh Strom 5–7 kWh Wärme entstehen.
Als Alternative oder Ergänzung kann Solarthermie genutzt werden. Bei Solarabsorbern wird das Poolwasser durch schwarze Kunststoffmatten gepumpt, wo es sich durch die Sonne erwärmt. Sonnenkollektoren sind teurer, aber effizienter; sie haben eine transparente Abdeckung, die Wärmeverluste verhindert. Die Solarfläche sollte 50–100 % der Wasseroberfläche des Pools betragen. Falls bereits eine Solaranlage auf dem Dach vorhanden ist, kann überschüssige Wärme über einen Wärmetauscher genutzt werden.
Abdeckung, Beleuchtung & Einstieg
Eine Poolabdeckung schützt vor Verschmutzung, reduziert Wärmeverluste und erhöht die Sicherheit. Für Kinder empfehlen sich tragfähige Sicherheitsplanen oder feste Schiebeabdeckungen. Beleuchtung unter Wasser und rund um den Pool sorgt für stimmungsvolle Abende und verbessert die Sicherheit. Beim Einstieg haben Sie die Wahl zwischen Leitern, Edelstahl‑Treppen oder gemauerten Stufen. Breite Treppen erleichtern älteren Menschen und Kindern den Zugang. Denken Sie daran, rutschfeste Materialien zu verwenden.
Automatisierte Reinigung & Wasserpflege
Poolroboter übernehmen die mühsame Reinigung des Beckens. Nach Angaben von Baisl navigieren moderne Reinigungsroboter selbstständig durch den Pool, saugen Boden, Wände und Wasserlinie ab und filtern selbst feine Partikel. Während der Roboter arbeitet, bleibt mehr Zeit zum Entspannen. Hochwertige Modelle können über Nacht im Wasser bleiben, sollten aber nicht dauerhaft dort gelagert werden. Ergänzend bleiben manuelle Pflegearbeiten wie das Messen des pH‑Werts, die Zugabe von Desinfektionsmitteln und regelmäßige Filterreinigung erforderlich.
Gestaltung des Umfelds: Terrassenanbindung & Pool-Lounge
Ein Pool wirkt erst richtig luxuriös, wenn die Umgebung stimmt. Eine Terrasse aus Naturstein, Betonplatten oder WPC-Dielen verhindert, dass Gras und Erde in den Pool gelangen. Naturstein wirkt edel, ist langlebig und rutschfest, während WPC splitterfrei und pflegeleicht ist. Holzdielen benötigen eine Unterkonstruktion und regelmäßige Pflege, sind aber angenehm warm. Planen Sie gemütliche Sitzecken mit wetterfesten Möbeln, Sonnensegeln und vielleicht einer Poolbar. Eine Außendusche sorgt für Hygiene vor dem Baden, und integrierte Leuchten setzen Akzente am Abend.
Für den Sichtschutz eignen sich Hecken, Holzzäune oder Wände aus Glas, Kunststoff oder Weidengeflecht. Achten Sie auf eine harmonische Verbindung zwischen Wohnhaus und Pool: Eine Südterrasse mit großen Schiebetüren lässt das Wohnzimmer in den Garten übergehen und schafft kurze Wege. Wer zusätzlichen Stauraum benötigt, kann den Technikraum als Anbau an das Gartenhaus integrieren und dort Gartengeräte und Poolchemie aufbewahren.
Wie ZET Massivhaus Sie bei der Poolplanung unterstützt
Die ZET Massivhaus GmbH, Town & Country Haus Lizenzpartner in den Landkreisen Elbe‑Elster und Teltow‑Fläming, begleitet Bauherren auf dem Weg zum Traumhaus mit Gartenpool. Bereits bei der Grundstückssuche prüfen unsere Experten, ob das Terrain geeignet ist, wie hoch der Grundwasserspiegel liegt und wie die Sonneneinstrahlung verläuft. Bei der Hausplanung achten wir auf:
- Südorientierte Terrassen und Sichtachsen: So genießen Sie den Blick auf den Pool vom Wohnbereich aus und nutzen die Sonnenwärme optimal.
- Technikräume und Anschlüsse: Wir integrieren Platz für die Pooltechnik, Wasser‑ und Stromanschlüsse sowie eine spätere Solaranbindung in die Hausplanung, damit Sie ohne große Umbauten nachrüsten können.
- Flexibles Grundstücksdesign: Wenn der Pool erst später gebaut werden soll, planen wir bereits jetzt die Lage und die Wegeführung. Eine vorbereitete Terrasse mit frostsicherem Fundament erleichtert die spätere Installation.
- Regionale Erfahrung: Dank langjähriger Tätigkeit im südlichen Brandenburg kennen wir die örtlichen Bauvorschriften und haben Kontakte zu erfahrenen Poolbauern und Landschaftsgärtnern.
Ob Sie gleich zu Beginn einen Pool bauen oder sich die Option offenhalten möchten – wir helfen Ihnen, Ihr Town & Country Poolgrundstück optimal auszunutzen. Gemeinsam entwickeln wir Grundrisse, in denen Garten und Wasserfläche ein harmonisches Gesamtbild ergeben.
Ein Pool im eigenen Garten ist weit mehr als Luxus: Er steigert die Lebensqualität, bringt Bewegungsfreude und erhöht den Wert Ihres Zuhauses. Mit einer durchdachten Planung – von der Wahl des Pooltyps über die optimale Lage, Technik und Rechtliches bis hin zur Gestaltung der Umgebung – lassen sich spätere Probleme vermeiden. Nutzen Sie frühzeitig die Möglichkeiten, die sich beim Hausbau mit ZET Massivhaus bieten, und denken Sie den Pooltraum gleich mit.
Sie möchten mehr erfahren? Fordern Sie noch heute eine unverbindliche Beratung oder einen Beispiel‑Grundriss mit Pool‑Anbindung an und lassen Sie sich inspirieren. Gemeinsam planen wir Ihr Zuhause, in dem Urlaub und Alltag Hand in Hand gehen – damit Ihr Freibad im Garten zur ganzjährigen Wohlfühloase wird!





